Designer:innen / Studio:

Andri Cavegn / Moodboardmafia

Andri Cavegn / Moodboardmafia



Instagram: @andricavegn, @moodboardmafia

Andri Cavegn ist Industriedesigner mit Sitz in Zürich, Schweiz, und studiert derzeit an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Ursprünglich als Grafiker ausgebildet, verbindet seine gestalterische Praxis Materialforschung, technische Experimente und visuelles Storytelling, um neue Ansätze für Objekte und Konstruktionen zu erforschen.



Instagram: @andricavegn, @moodboardmafia

Andri Cavegn ist Industriedesigner mit Sitz in Zürich, Schweiz, und studiert derzeit an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Ursprünglich als Grafiker ausgebildet, verbindet seine gestalterische Praxis Materialforschung, technische Experimente und visuelles Storytelling, um neue Ansätze für Objekte und Konstruktionen zu erforschen.


Instagram: @andricavegn, @moodboardmafia

Andri Cavegn is an industrial designer based in Zurich, Switzerland, currently studying at Zurich University of the Arts (ZHdK). Originally trained as a graphic designer, his practice combines material research, technical experimentation and visual storytelling to explore new approaches to objects and construction.

Projekt:

Corrosion as Connection

Corrosion as Connection



2025 / 2026
Möbel, Materialforschung

Seit Jahrhunderten wird Korrosion als ein Problem betrachtet, das es zu verhindern gilt. Von eingestürzten Brücken bis hin zu festgerosteten Fahrradteilen haben Ingenieur unzählige Methoden entwickelt, um Korrosion zu stoppen, zu isolieren oder zu unterdrücken. Corrosion as Connection kehrt diese Perspektive um, indem Korrosion nicht als Versagen, sondern als Konstruktionsmethode verstanden wird.

Das Projekt untersucht die galvanische Korrosion – eine Reaktion, die auftritt, wenn Aluminium und Stahl in Gegenwart von Feuchtigkeit miteinander in Kontakt kommen. Anstatt diesen Prozess zu vermeiden, wird er gezielt aktiviert.


Ein präzise geformter Aluminiumkeil wird zwischen ein Edelstahlrohr und einen Kern aus Kohlenstoffstahl eingesetzt. Während das Aluminium oxidiert, dehnt es sich aus und bildet eine aussergewöhnlich harte Schicht aus Aluminiumoxid, die die einzelnen Komponenten dauerhaft miteinander verbindet – ganz ohne Schweissen, Schrauben oder Klebstoffe.


Die daraus entstehende Outdoor-Bank wird als Flat-Pack-Objekt geliefert; ihre endgültige Montage übernimmt die Umgebung selbst. Feuchtigkeit, Sauerstoff und Zeit werden zu aktiven Bestandteilen des Herstellungsprozesses.


Indem eine unerwünschte chemische Reaktion in eine zuverlässige Verbindungstechnik verwandelt wird, hinterfragt das Projekt konventionelle Vorstellungen von Langlebigkeit, Versagen und Materialverhalten. Korrosion wird dabei nicht als etwas verstanden, das bekämpft werden muss, sondern als eine Form von Materialintelligenz, mit der bewusst gestaltet werden kann.



2025 / 2026
Möbel (Tisch und Hocker)


Kabelrollen werden unter Bedingungen maximaler Effizienz gefertigt: material- und kostensparend produziert, zuverlässig genutzt und nach ihrem Einsatz entsorgt. Ihre Form ist nicht das Resultat gestalterischer Absichten, sondern konstruktiver Logik. Jede Verbindung, Dimensionierung und Öffnung folgt einer klaren Funktion. Gerade diese Konsequenz erzeugt eine formale Qualität, die über den ursprünglichen Zweck hinauswächst.


Die X Frame Series übertragt diese industrielle Logik in den Kontext des Möbeldesigns. Temporäre Gebrauchsobjekte werden zu Hockern und Tischen transformiert, ohne ihre wesentlichen konstruktiven Eigenschaften zu verlieren. Die Konstruktion bleibt einfach, ressourcenschonend und nachvollziehbar. Geprägt von Reduktion, Robustheit und der präzisen Abstimmung von Material und Funktion zeigt das Projekt, wie funktionale Systeme durch bewusste Neuinterpretation einen neuen kulturellen und materiellen Wert erhalten können.



2025 / 2026
Möbel, Materialforschung

Seit Jahrhunderten wird Korrosion als ein Problem betrachtet, das es zu verhindern gilt. Von eingestürzten Brücken bis hin zu festgerosteten Fahrradteilen haben Ingenieur unzählige Methoden entwickelt, um Korrosion zu stoppen, zu isolieren oder zu unterdrücken. Corrosion as Connection kehrt diese Perspektive um, indem Korrosion nicht als Versagen, sondern als Konstruktionsmethode verstanden wird.

Das Projekt untersucht die galvanische Korrosion – eine Reaktion, die auftritt, wenn Aluminium und Stahl in Gegenwart von Feuchtigkeit miteinander in Kontakt kommen. Anstatt diesen Prozess zu vermeiden, wird er gezielt aktiviert.


Ein präzise geformter Aluminiumkeil wird zwischen ein Edelstahlrohr und einen Kern aus Kohlenstoffstahl eingesetzt. Während das Aluminium oxidiert, dehnt es sich aus und bildet eine aussergewöhnlich harte Schicht aus Aluminiumoxid, die die einzelnen Komponenten dauerhaft miteinander verbindet – ganz ohne Schweissen, Schrauben oder Klebstoffe.


Die daraus entstehende Outdoor-Bank wird als Flat-Pack-Objekt geliefert; ihre endgültige Montage übernimmt die Umgebung selbst. Feuchtigkeit, Sauerstoff und Zeit werden zu aktiven Bestandteilen des Herstellungsprozesses.


Indem eine unerwünschte chemische Reaktion in eine zuverlässige Verbindungstechnik verwandelt wird, hinterfragt das Projekt konventionelle Vorstellungen von Langlebigkeit, Versagen und Materialverhalten. Korrosion wird dabei nicht als etwas verstanden, das bekämpft werden muss, sondern als eine Form von Materialintelligenz, mit der bewusst gestaltet werden kann.